Radverkehr in Osnabrück

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...and now it's all about the bike!
Aktualisiert: vor 1 Tag 12 Stunden

Links der Woche #291

So, 06/20/2021 - 07:00
Moin, dieses Mal gibt es nicht so viel zu lesen. Ihr sollt ja das schöne Wetter genießen. Ist es bei euch auch immer noch so heiß? Apropos heiß – grandiose Überleitung – hitzig ist auch Debatte um die steigenden Benzinpreise. Jetzt wird der vermeintlich geschröpfte kleine Autofahrer wieder oft angeführt. Dabei belegen wissenschaftliche Daten: Von billigem Sprit und Pendlerpauschale profitieren vor allem einkommensstarke Männer, die doppelt so weit pendeln wie Menschen mit einfacher beruflicher Tätigkeit. Es ist und bleibt also Heuchelei, wenn die Union hier mal wieder ihre vermeintlich soziale Ader wiederentdeckt. Gänzlich unsozial (schon wieder fantastische Überleitung) ist, was die CSU mit der PKW-Maut angestellt hat. „Warum Du den Schaden zahlst, obwohl Scheuer den Unfall gebaut hat“, erklärt der WDR und fasst den CSU-Maut-Skandal noch mal zusammen. Bis heute hat niemand die politische Verantwortung für den immensen finanziellen Schaden übernommen. Das Video seht ihr ganz unten. Jetzt schnell lesen und dann ab in die Sonne! Und wem das Angebot von it started with a fight etwas wert ist, kann gerne etwas in die digitale Kaffeekasse werfen. Tiefergelegter Verstand (taz) Fahrrad-Boom im Autoland (Hessischer Rundfunk) Damit traue ich mich nicht auf die Straße (ZEIT Online) E-Scooter: Gefährlich und nicht nachhaltig? […]

Türsteher für Autos

Sa, 06/19/2021 - 08:29
Ich war diese Woche kurz in Lingen und habe gesehen, was ich mir für die Fußgängerzone in Osnabrück und vor allem die Redlinger Straße schon lange wünsche: Automatische Poller, die nur berechtigten Fahrzeugen die Einfahrt erlauben. Der Lieferverkehr in der Fußgängerzone dehnt sich inzwischen ganz selbstverständlich in die Mittagsstunden aus und keiner sagt was. Mit diesen automatischen Pollern wäre ziemlich schnell Schluss damit. Denn wer nicht zur „Sperrstunde“ wieder raus ist, könnte nicht einfach verschwinden und mit Bußgeldern belegt werden. Und wer dann noch rein will, kann es nur mit Berechtigung. Ich weiß, dass es in der Osnabrücker Stadtverwaltung Sympathisanten gibt, aber der Mehrheit scheint die Idee noch zu radikal zu sein. Vielleicht einfach mal nach Lingen fahren. Dort scheint es zu funktionieren. Foto: dd

ADFC kritisiert Polizei-Meldungen

Di, 06/15/2021 - 10:50
Ich hatte kürzlich über die immer wieder verzerrend wiedergegebene Unfallstatistik der Polizei geschrieben, wonach Radfahrende bei rund jedem zweiten Unfall Hauptverursachende seien und dabei kritisiert, dass man bei der Interpretation der Zahlen stärker differenzieren müsste. Jetzt kritisiert der ADFC Polizei-Meldungen.

Erste datenschutzkonforme Fahrrad-Dashcam mit Überholabstandsmesser

Di, 06/15/2021 - 08:02
Erst kürzlich hat eine Untersuchung des SWR ergeben, dass zu enges Überholen der größte Stressfaktor für Radfahrende ist. Seit kurzem gilt auch offiziell, dass innerorts zu Radfahrenden ein Abstand von 1,5 Metern eingehalten werden muss – so sagt es die neue Straßenverkehrsordnung.

Links der Woche #290

So, 06/13/2021 - 07:00
Na, habt ihr euch diese Woche auch über steigende Benzinpreise aufgeregt? Nein? Ich auch nicht. Die geheuchelte Kampagne gegen die Grünen hat noch mal an Fahrt aufgenommen. Immerhin wurden CDU/CSU und SPD in dem einen oder anderen Beitrag gestellt. Sie haben ja längst dasselbe beschlossen, trauen sich nur nicht, es zu kommunizieren. Kommuniziert werden muss endlich auch, wer für die miserablen Rahmenbedingungen der deutschen Radverkehrsinfrastruktur verantwortlich ist. Hier gibt es einen aufschlussreichen Thread zur Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen e.V. (FGSV), der wir es zu verdanken haben, dass Fahrradschutzstreifen nicht breiter sein müssen, als die Dooring Zone neben Parkstreifen. So gibt es nämlich die von ihr herausgegebene ERA (Empfehlungen für Radverkehrsanlagen) vor. Zwei Wissenschaftler der TU Berlin haben sich die FGSV jetzt mal genauer angesehen – mit interessanten Ergebnissen. Ein bisschen CSU-Maut ist auch wieder dabei. Von der FAZ gibt es ein Loblied aufs Fahrrad. Und 75 Prozent der Deutschen sind der Meinung, dass es generell genug Straßen gibt. Bleibt zu befürchten, dass viele damit lediglich ihr direktes Wohnumfeld meinen. Aber immerhin wollen 40 Prozent auch einen Baustopp für neue Autobahnen. Viel Vergnügen bei der Lektüre. Und wem das Angebot von it started with a fight etwas wert ist, kann […]

Links der Woche #289

So, 06/06/2021 - 07:00
Moin zusammen. Die Fahrradhersteller melden hohe Absätze und wer sein Wunschrad haben möchte, muss schon mal Wartezeit bei der Lieferung einplanen. Doch wird die Verkehrsplanung dem Fahrradboom gerecht, fragt Nano diese Woche. Inzwischen wollen alle demokratischen Parteien den CO2-Preis und damit den Benzinpreis erhöhen. Aber außer den Grünen traut es sich keiner zu sagen. Der Spiegel hält daher fest: „Sie ist wieder da, die Verlogenheit beim Klimaschutz.“ Immer noch da ist auch der Skandal um die CSU-Maut und Verkehrsminister Scheuer. Bei der Beantwortung von Fragen zur Maut bedient sich Scheuer gerne teurer Kanzleien. Die Beantwortung von nur sieben Anfragen nach Informationsfreiheitsgesetz durch Juristen ließ er sich (d.h. die Steuerzahler*innen) rund 175.000 Euro kosten. Die wahren Verkehrskosten in der Stadt dokmentiert diese Woche die Sendung w wie wissen: „Das Auto bekommt sehr hohe Zuschüsse und sorgt dazu für die höchsten versteckten Kosten. Das Fahrrad bekommt die geringsten Zuschüsse, bringt aber mit den höchsten Nutzen. Ein stattliches Ungleichgewicht.“ Unter anderem dagegen wollten viele Gruppen in ganz Deutschland demonstrieren – mit dem klimafreundlichen und ressourcenschonenden Fahrrad gegen den klimaschädigenden und platzraubenden Autoverkehr. Symbolischer geht es nicht. Aber in Niedersachsen wurden die Demos auf den Autobahnen verboten. Autos haben selbst vor Grundrechten Vorfahrt. Erwähnenswert […]

Breiter Radweg kurz aufgepoppt

Do, 06/03/2021 - 20:33
Zum Weltfahrradtag haben wir heute mit dem Radentscheid Osnabrück einen Pop-up-Radweg am Osnabrücker Schlosswall entstehen lassen. Für eine Stunde konnte man im wahrsten Sinne des Wortes erfahren, wie es ist, wenn man als Radfahrer richtig viel Platz und eine physische Trennung vom motorisierten Verkehr hat. Am meisten haben mich die Kinder gefreut, die gut gelaunt und völlig stressfrei an einer Osnabrücker Straße radeln konnten, wo Eltern sie sonst eher nicht fahren lassen. Der Radentscheid Osnabrück hat bei dieser ersten Aktion noch mal die fünf Ziele vorgestellt, über die die Bürgerinnen und Bürger im kommenden Jahr abstimmen sollen. Entspanntes Radfahren ist möglich. Heute am #Weltfahrradtag als kleines Fenster in die Zukunft auf einem temporären Pop-up-Radweg. So viel Platz muss es für Radfahrerinnen und Radfahrer künftig aber flächendeckend geben! pic.twitter.com/atlWBwuCjG — Daniel (@SecretCoAuthor) June 3, 2021 Fotos: dd

Vollautomatische Fahrrad-Parktürme für Osnabrück

Mi, 06/02/2021 - 07:22
Die Abstellanlagen für Fahrräder haben die Osnabrückerinnen und Osnabrücker beim letzten ADFC-Fahrradklima-Test mit einer 3,8 bewertet – was noch zu den besseren Ergebnissen gehörte. Gut ist das aber natürlich nicht. Und punktuell sieht es noch trüber aus.

„Pop-up-Aktionstag“ in Osnabrück und ganz Deutschland

Di, 06/01/2021 - 07:09
Am 3. Juni, dem UN-Welttag des Fahrrads, macht der Fahrradclub ADFC bundesweit mit Pop-up-Aktionen auf die Notwendigkeit eines schnellen Umbaus der Städte aufmerksam. Gemeinsam mit dem Bündnis der Radentscheide und der Kidical Mass-Bewegung errichten ADFC-Gruppen in vielen Städten sogenannte „Pop-up-Radwege“, mit denen Kommunen schnell sicheren Platz zum Radfahren für Jung und Alt schaffen können. ADFC-Vizebundesvorsitzende Rebecca Peters sagt: „Glücklicherweise gibt es seit Corona einen breiten gesellschaftlichen Konsens, dass die Städte fahrrad- und menschenfreundlicher werden müssen. Die Menschen sehnen sich nach Aktivität im Freien, nach mehr Ruhe und mehr Sicherheit auf den Straßen für ihre Kinder. Aber oft fehlen den Städten die Ideen, wie das schnell gelingen kann. Mit unseren Pop-up-Radwegen zeigen wir, wo dringend sicherer Platz zum Radfahren gebraucht wird – und wie man ihn schnell und ohne Komplettumbau der Straße schaffen kann. Angesichts der Klimakrise und der offensichtlichen Verkehrsprobleme sind schnelle Lösungen gefragter denn je.“ Osnabrück hat schon jetzt einen verhältnismäßig hohen Radverkehrsanteil. Die schmalen Wege und Streifen passen aber nicht zu diesem Aufkommen. Wir wollen mit dem Pop-up-Radweg zeigen, dass viel mehr möglich ist. Der Pop-up-Aktionstag findet in mehr als 20 Städten bundesweit statt, darunter in Berlin, Köln, Frankfurt, Freiburg, Mannheim, Karlsruhe, Wiesbaden, Kassel, Bochum, Mönchengladbach, Würzburg, Osnabrück, […]

Links der Woche #288

So, 05/30/2021 - 07:00
Endlich wirds mal etwas sonniger draußen, also haltet euch nicht zu lange mit der Lektüre auf. Da gibt es heute was zu „Protected Bike Lanes“ in Münche, wo man welche mit unterschiedlichen Barrierearten testen will. Unterschiedliche Möglichkeiten, an Geld zu kommen, haben die Autokonzerne gefunden. Daimler war dabei besonders erfolgreich und meldet für das erste Quartal 2021 einen Anstieg des operativen Gewinns um 832 (!) Prozent. Da haben sich Kaufprämien und Kurzarbeitergeld offenbar gelohnt. Die Zahl illegaler Autorennen bleibt derweil hoch – weil die Zahl der Idioten hoch ist. Berlins Justizsenator will nun ein Vermieten PS-starker Autos an Fahranfänger verbieten. Aber dann muss sowieso wieder die Oma oder Tante beim Leasing herhalten. Trotzdem viel Vergnügen bei der Lektüre. Und wem das Angebot von it started with a fight etwas wert ist, kann gerne etwas in die digitale Kaffeekasse werfen. Das 29-Euro-Paradoxon (taz) Teurer Tarnkappenrenner (Spiegel) Falschparker abblitzen lassen (ZEIT Online) Stadtplanung: Trampelpfade vorhersagen (NDR) Die Flitzekisten starten durch (Süddeutsche Zeitung) Diese Städte müssen für bessere Luft sorgen (Spiegel) Iran: Mit Rad und Brot für eine bessere Umwelt (Weltbilder) Dax-Konzerne sind so erfolgreich wie nie (Süddeutsche Zeitung) „Die Leute werden gezwungen, ein Auto zu kaufen“ (ZEIT Online) Illegale Autorennen: Polizei und […]

Für sicheres Radfahren: Radentscheid Osnabrück gegründet

Do, 05/27/2021 - 09:07
In den vergangenen Jahren sind bereits verschiedene Projekte angestoßen worden, um das Radfahren in Osnabrück sicherer und komfortabler zu machen. Die Bemühungen reichen aber bei weitem nicht aus, um das Ziel der Fahrradstadt 2030 zu erreichen.

Critical Mass – Teilnehmerzahlen Mai 2021

Di, 05/25/2021 - 14:15
So langsam geht es wieder los mit den kritischen Massen. Die Corona-Beschränkungen werden gelockert, was das Radfahren in der Gruppe wieder etwas unkomplizierter macht. Und auch das Wetter wird wieder etwas besser. Obwohl wir hier auch noch großen Nachholbedarf haben. wer Zahlen für den Mai hat, kommentiert gerne unten. An dieser Stelle auch mal einen großen Dank an Katja, die immer wieder Zahlen zusammensucht und hier ergänzt. Jena – 50 Marburg – 25 = Und die Liste aller deutschen Critical Mass Fahrten mit Ort und Zeit!

Links der Woche #287

So, 05/23/2021 - 07:00
Leute, was ist das für ein Pfingstwetter? Gruselig! Und lektüretechnisch wirds nicht besser. Mercedes pumpt den Smart zum über vier Meter langen SUV auf und nennt das Auto jetzt „endlich erwachsen“ und „sexy“. Smart ist es jetzt auf jeden Fall nicht mehr. Aber es passt zum rücksichtslosen Trend der Automobilindustrie. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hält dagegen und fordert ein generelles Tempolimit von 30 Kilometern pro Stunde in geschlossenen Ortschaften. Fußgänger, Fahrradfahrer aber auch die Fahrer und Insassen motorisierter Fahrzeuge müssten besser geschützt werden. Bundesverkehrsminister Scheuer wird das Klimaziel im Verkehrssektor 2021 mit Ansage reißen und seinem Nachfolger einen undankbaren Job hinterlassen. Der muss dann nämlich innerhalb von drei Monaten ein Sofortprogramm vorlegen, das die Einhaltung der Ziele sicherstellt. Euch trotzdem viel Vergnügen bei der Lektüre. Und wem das Angebot von it started with a fight etwas wert ist, kann gerne etwas in die digitale Kaffeekasse werfen. Mobil in die Zukunft (WDR) Ausgerechnet – Fahrrad (WDR) Berlin Autofrei? (recht energisch) Smart ist nicht mehr clever (Spiegel) Keine Strafe für Pop-up-Radweg (taz) Rad für die Welt (Süddeutsche Zeitung) It’s the Parking, Stupid! (Der Standard) Mensch, entscheide dich! (ZEIT ONline) Sicher Radfahren – auch außerhalb der Stadt (DVR) Gehwegparken bleibt in NRW häufig ungeahndet […]

Ride of Silence 2021

Fr, 05/21/2021 - 22:03
Nachdem der Ride of Silence im vergangenen Jahr coronabedingt ausfallen musste, konnte die Gedenkfahrt am vergangenen Mittwoch wieder stattfinden. Leider konnte ich dieses Mal nicht dabei sein, was mich ziemlich geärgert hat, weil der Ride of Silence eigentlich ein Pflichttermin ist. Umso schöner also, dass über 120 Osnabrückerinnen und Osnabrücker den verunglückten Radfahrenden der vergangenen Jahre gedacht haben. Und vielen Dank an Volkmar Seliger vom ADFC Osnabrück, der mir die folgende Eindrücke zur Verfügung stellt.

Radentscheid Schwerin durch Innenministerium ausgebremst

Do, 05/20/2021 - 11:09
Eigentlich ist ein Bürgerbegehren wie der Schweriner Radentscheid Sache der lokalen Behörden. Nach der sehr erfolgreichen Unterschriftensammlung entschied die Stadt, dass die Wähler*innen am 26. September 2021 über den bundesweit ersten Radentscheid abstimmen sollen. Jetzt ficht jedoch das CDU-geführte Innenministerium in Mecklenburg-Vorpommern die Rechtmäßigkeit des vom Stadtrat genehmigten Bürgerbegehrens an.

ADFC fordert mehr als schöne PR

Di, 05/18/2021 - 10:08
Deutschland soll bis 2030 ein Fahrradland werden. Den von der Großen Koalition verabschiedeten Nationalen Radverkehrsplan 3.0 hält der Fahrradclub ADFC aber für zu unkonkret. Heute legt der ADFC deshalb einen Aktionsplan für die neue Bundesregierung mit dem Titel „So geht #Fahrradland“ vor. Durch ihn kann Deutschland in zehn Jahren den Radverkehr verdreifachen und massiv Autofahrten auf das Rad verlagern. Im Zentrum der Forderungen stehen eine grundlegende Reform von Verkehrsrecht und Regelwerken, eine Erhöhung der Bundesmittel für Radverkehrsinfrastruktur auf mehr als das Doppelte und die Gründung eines Bundesinstituts für Radverkehrsforschung. Wenn Minister Scheuer sagt, dass man an Hauptstraßen keinen Platz für Radwege abzuzwacken braucht, man könne den Radverkehr doch über Nebenstraßen führen, dann drückt er sich um den Kern des Problems. ADFC-Vizebundesvorsitzende Rebecca Peters sagt: „Deutschland kann ein Top-Fahrradland wie die Niederlande mit 30 Prozent Radverkehrsanteil und Millionen Fahrradpendler:innen werden – da sind wir völlig sicher. Aber die nächste Bundesregierung darf sich nicht der Illusion hingeben, dass das ohne eine Neuordnung des Straßenraumes und ohne eine tiefgreifende Reform aller einschlägigen Gesetze und Regelwerke funktioniert. Wenn Minister Scheuer sagt, dass man an Hauptstraßen keinen Platz für Radwege abzuzwacken braucht, man könne den Radverkehr doch über Nebenstraßen führen, dann drückt er sich um […]

Links der Woche #286

So, 05/16/2021 - 07:00
Und schon wieder Sonntag. Ich hoffe, ihr hattet idealerweise ein langes Wochenende mit Brückentag. Jetzt gibt es wieder was zu lesen. Berichte über Verkehrsunfälle halten die Schuld häufig von Autofahrern fern. Dabei wissen wir, dass sie die überwiegende Mehrheit der Kollisionen verursachen. Aber in Polizeiberichten wird das oft so dargestellt, als ob die Radfahrer falsch gehandelt haben. Noch weiter geht das ZDF, das teasert, „der Radverkehr führt immer wieder zu Konflikten zwischen Rad- und Autofahrern“. Damit wird der Radverkehr mal wieder als etwas Störendes dargestellt. Im Beitrag sind die Konfliktverursacher dann allerdings ausschließlich Autofahrer. Und der sich gehasst gefühlte Autoclub-Präsident ist jetzt auch nicht die seriöseste Quelle. Die Neuverteilung des Verkehrsraums zugunsten der Sicherheit von Radfahrenden immer wieder explizit als Autohass zu bezeichnen, ist schon arg dümmlich. In Spanien gilt ab sofort, was in Deutschland noch immer undenkbar scheint: ein Tempolimit von 30 km/h innerorts auf den meisten Straßen. Nur auf Stadtstraßen mit mehr als einer Fahrbahn pro Richtung gilt noch 50. Glauben wir der CDU/CSU, dürfte der Verkehr in Spanien nun sehr schnell zum Erliegen kommen. Ich bin gespannt. Euch erstmal viel Vergnügen bei der Lektüre. Und wem das Angebot von it started with a fight etwas wert ist, […]

Fahhradzählung wird ausgebaut

Mi, 05/12/2021 - 07:35
Nachdem sie über ein Jahr in irgendeinem Keller lag, wurde Montag die zweite Fahrradzählstelle in Osnabrück aufgebaut und die entsprechenden Zählspulen in die Fahrbahn eingebracht. Coronabedingt habe es diese lange Verzögerung gegeben. Gezählt wird in der Katharinenstraße damit aber noch nicht, die Säule ist noch gut verpackt. Es fehlt der Strom. Der soll nach Auskunft der Stadt in den kommenden vier Wochen folgen. Ich bin selbst gespannt, wie viele Radfahrerinnen und Radfahrer hier täglich vorbeikommen. Es dürfte eine der meistbefahrenen Fahrradstrecken der Stadt sein. Die defekte mittlere Spule der Zählstelle am Radschnellweg wurde gestern repariert und soll nun wieder einwandfrei funktionieren. Seit Dezember wurden nicht alle Radfahrenden erfasst. Mit Ausnahme des Monats März (plus 22 Prozent) wurden dort seither deutlich weniger Radfahrende gezählt als in den Vorjahresmonaten. Weiterlesen: Warum Fahrradzählstellen kein rausgeschmissenes Geld sind Die Stadt lässt den Radverkehr zählen, um das Mobilitätsverhalten, z.B. abhängig von der Witterung, und die Entwicklung des Radverkehrs einschätzen zu können. Etliche andere Städte machen das schon seit Jahren, Münster zum Beispiel „nicht zum Selbstzweck, sondern um ein realistisches Abbild des Radverkehrsgeschehens als Grundlage für eine angebotsorientierte Planung zu bekommen“. „Die Auswertungen sind für uns sehr spannend“, sagte Osnabrücks Radverkehrsbeauftragte Ulla Bauer schon 2019, „wir […]

Links der Woche #285

So, 05/09/2021 - 07:00
Heute fällt die Sonntagslektüre mal ein bisschen schlanker aus, aber ihr sollt ja auch raus an die frische Luft und den Vorgeschmack auf den Sommer genießen. Viel Freude hat der Mai in dieser Hinsicht ja noch nicht bereitet. Das trifft auch auf Verkehrsminister Scheuer zu, wenn man die Opposition fragt. Die wirft ihm erneut Rechtsbruch vor. Bei Twitter ist er jetzt der Andreas, nicht mehr der Andi. Für die Umsetzung von beschlossenen Anträgen seiner Regierungsfraktion fühlt er sich trotzdem nicht zuständig. Vermutlich will er sich nicht mit er Ermöglichung von mehr Tempo 30 verabschieden, bevor es ab Oktober wahrscheinlich einen neuen Verkehrsminister gibt. Oder Ministerin? Wäre in diesem Politikbereich vielleicht sogar besser, wenn ihr mich fragt. Aber genug jetzt. Schaut rein, ob was für euch dabei ist und dann raus mit euch. Und wem das Angebot von it started with a fight etwas wert ist, kann gerne etwas in die digitale Kaffeekasse werfen. Ist hier schon Holland? (ZEIT Online) Flickenteppich Tempo 30 (recht-energisch.de) Andreas Scheuer will nicht zuständig sein (ZEIT Online) Parkbuchten eröffnen Perspektiven (Süddeutsche Zeitung) Opposition wirft Scheuer Rechtsbruch vor (Süddeutsche Zeitung) Tweets Schön gesagt, @berndulrich. pic.twitter.com/2qg5ouW8cb — Daniel (@SecretCoAuthor) May 4, 2021 Die #noAFD hatte heute Fragen zum […]

Radfahren ein bisschen barrierefreier machen

Mi, 05/05/2021 - 07:35
Ich hatte Anfang April ein Foto des neuen Radweges an der Rheiner Landstraße bei Twitter veröffentlicht – mit dem Lob, dass die Stadt den Radweg hier niveaugleich an einer Querstraße vorbeiführt. Das ist für Radfahrende erstens viel komfortabler, als das ständige Auf und Ab. Und zweitens wird es auch sicherer, da abbiegende Autos jetzt einen Sinusstein, also einen schrägen Kantstein, hoch müssen und dadurch automatisch langsamer abbiegen, was ihnen mehr Zeit für einen Schulterblick und im Zweifel auch mehr Zeit zum Reagieren gibt. Ich finde die Umsetzung sehr gelungen, aber natürlich gab es bei Twitter auch Fragen bzw. Kritik, die ich zur Beantwortung mal an die Stadt weitergereicht habe. Hier sind die Antworten: Warum ist der Radweg gepflastert und nicht asphaltiert? „Die Oberflächengestaltung orientiert sich an den derzeit immer noch gültigen Standards, nach denen Radwege in Pflasterbauweise ausgeführt werden. Dieses geschieht zunächst einmal aus gestalterischen Gründen, darüber hinaus hat diese Bauweise auch für die Versorgungsträger Vorteile, da sie bei Leitungsarbeiten die entstandenen Baugruben leichter wieder verschließen können und keine „Flickstellen“ entstehen.“ Warum wurde der Radweg nicht breiter angelegt? „Grundsätzlich sollte der vorhandene Baumbestand entlang der Rheiner Landstraße erhalten bleiben. Daraus ergaben sich zwangsläufig die zur Verfügung stehenden Maße für die […]

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