Radverkehr in Osnabrück

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Aktualisiert: vor 2 Tage 12 Stunden

Links der Woche #205

So, 10/13/2019 - 07:00
Moin. Endlich schönes Oktoberwetter, auf das ich jedes Jahr wieder warte. Noch einmal im T-Shirt aufs Rad, Fahrtwind und Natur genießen. Und vorher noch die Links der Woche. Nachdem ich eine Beschwerde beim Werberat eingelegt hatte, wirbt Honda nun nicht mehr mit dem „Rennwagen für die Straße“, der angeblich „für einen gewaltigen Adrenalinschub“ sorgt. Verkehrsminister Scheuer sieht derweil eine „bösartige Kampagne“ der Opposition gegen sich. Ich sehe drohende Schadensersatzforderungen in dreistelliger Millionenhöhe, die er zu verantworten hat und für die der Steuerzahler wird aufkommen müssen. Ansonsten dreht sich auch fast alles um ihn. Ich sag mal so: Minister sind schon für weniger zurückgetreten. Wer heute viel Zeit hat, weil er zum Beispiel an der Küste wohnt und Schietwetter hat: Ganz unten gibt es ein Video vom Dialogforum Nationaler Radverkehrsplan 3.0. Viel Spaß und wem das hier etwas wert ist, kann gerne was in die digitale Kaffeekasse werfen. :-) Mauscheln um die Maut (Frontal 21) Bremen: Stadtverkehr preisgekrönt (taz) „Autofahren muss das neue Rauchen sein“ (ZEIT Online) Scheuer sieht sich als Opfer einer Kampagne (Tagesschau) Mit „protected bike lanes“ in die Zukunft (Deutschlandfunk Kultur) Scheuer räumt geheim gehaltene Treffen ein (Süddeutsche Zeitung) Die Autoindustrie kann mit einem Tempolimit gut leben (Handelsblatt) […]

Klimafreundliche Schokolade in Osnabrück

Fr, 10/11/2019 - 07:52
Die Schokofahrt war wieder unterwegs und hat Osnabrück klimafreundliche Schokolade mitgebracht. Christoph Drepper und Marco Brinksmeyer haben die Fahrt von Amsterdam nach Münster in diesem Jahr zum ersten Mal nach Osnabrück verlängert und dafür gesorgt, dass man nun auch bei uns Schokolade kaufen kann, die nicht nur biologisch und zu fairen Bedingungen angebaut, geerntet und gehandelt wurde, sondern auf ihrem gesamten Transportweg auch kein CO2 produziert hat. Mit dem Segelschiff Trés Hombres kamen die Kakaobohnen emissionsfrei aus der Karibik nach Europa, in Amsterdam haben die Chocolatemakers sie in hochwertige Schokolade verarbeitet und auch dabei durch die Kraft der Sonne und ein Dach voller Photovoltaikzellen ihrer neuen Fabrik keine zusätzlichen CO2-Emissionen freigesetzt. Um diese mühevolle Kette aufrecht zu erhalten, entstand vor mittlerweile drei Jahren die Idee, auch den Transport der Schokolade CO2-Neutral abzuleisten. Mit Lastenrädern und Gepäcktaschen haben Christoph und Marco in diesem Jahr auch Schokolade nach Osnabrück gefahren. „Wenn die Schokolade es schon emmissionsfrei über den Atlantik geschafft hat, wollten wir den Katzensprung nach Osnabrück natürlich genauso emmissionsfrei hinbekommen“, sagt Christoph, der schon im letzten Jahr mit der Schoko-Crew aus Münster mitradelte. Innerhalb von 4 Tagen fuhren die beiden Osnabrücker mehr als 500 Kilometer mit ihren Lastenrädern und trotzten dabei […]

Scheuer fördert Drohnen statt Lastenräder

Di, 10/08/2019 - 12:46
Zur Vorstellung des Innovationsprogramm Logistik 2030 durch Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer erklärt der Radlogistik Verband Deutschland e.V. (RLVD): Moderne E-Lastenräder haben in Kombination mit Mikrodepots ein großes Potenzial für nachhaltige urbane Logistik. Mit Nutzlast bis 200 kg und mehr ermöglichen sie eine emissionsfreie, effiziente und stadtverträgliche Zustellung kleinteiliger Sendungen.

Links der Woche #204

So, 10/06/2019 - 07:00
Ich mache es kurz, ist schon später Samstagabend. Aber so viel ist es dieses Mal auch nicht. Ein Spiegel-Artikel vom 2. Oktober 1989 über „sture Leute und gerade Straßen“ könnte auch gestern geschrieben sein. Erschreckend wenig hat sich in Osnabrück verändert. Wir haben dieselbe Diskussionen, ja zum Teil sogar dieselben Unfälle. Ausnahmsweise gibt es darüber hinaus schon wieder einen Welt-Artikel. Weil er viele wahre Dinge anspricht – als Lösung dann aber leider doch wieder nur Varianten des alten Problemverursachers sieht. Viel Spaß und wem das hier etwas wert ist, kann gerne was in die digitale Kaffeekasse werfen. :-) Selbstmord der Städte (Welt) E-Scooter: Fun oder Fortschritt? (WDR) „Sture Leute, gerade Straßen“ (Spiegel Online) Draht über Weg gespannt: Zwei Radfahrer verletzt (NDR) Streitfall SUV: „Wie bequem!“ – „Aber das Klima!“ (Chrismon) Erfolgreicher Radentscheid in Aachen: Rückenwind für Radverkehr (taz) Klimawandel? – Technologie wird uns auch diesmal nicht retten (heise online) Tweets Diese Abwesenheit von Autos. Diese Ruhe. Diese Entspanntheit. #Langeoog pic.twitter.com/IXuDGy66Wo — Daniel (@SecretCoAuthor) October 4, 2019 pic.twitter.com/Qi6f82ZYC6 — Daniel (@SecretCoAuthor) October 1, 2019 Kleiner Stadtbummel in Leer. Die Holländer leben 100 Prozent Mobilität. pic.twitter.com/Bsesr1AkKU — Daniel (@SecretCoAuthor) October 5, 2019 Ein #CSU-Landrat beschimpft Autobahn-Gegner als „Menschenverächter“. Befürworter freuen sich, dass […]

Mehr als jeder dritte Fahrrad Fahrende fürchtet sich vor Dooring-Unfällen

Mi, 10/02/2019 - 07:13
Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) hatte vor sechs Wochen die Kampagne „Kopf drehen, Rad Fahrende sehen!“ gestartet und legt nun die Ergebnisse einer Forsa-Umfrage nach. Demnach haben rund 45 Prozent der befragten Rad Fahrenden schon mindestens einmal beinahe einen Dooring-Unfall erlebt.

Deutschlands erster SUV-Parkplatz?

Mo, 09/30/2019 - 16:50
Mir ist am Wochenende zum ersten Mal ein gesonderter Bereich eines Parkplatzes speziell für SUV aufgefallen. In Parkhäusern gibt es breitere Stellplätze schon länger. Aber auf dem Parkplatz des Nettebades in Osnabrück wird ein ganzer Teil neuerdings explizit für SUV ausgewiesen. Auf Nachfrage teilen die Stadtwerke mit, dass regelmäßig Beschwerden von Kunden kämen, dass die Stellplätze sehr schmal seien und deren Fahrzeuge beschädigt wurden. Da die Stadtwerke die Anzahl der Stellplätze nicht verringern wollten, habe man „vor einiger Zeit die oberen – nicht gepflasterten – Stellflächen als SUV-Stellplätze ausgewiesen“. Auf SUV-tauglichem Terrain also. Hoffentlich werden die Schuhe nicht dreckig. Eine besondere Anzahl an Stellplätzen gibt es dort übrigens nicht. Man kann also parken wie man will. Oder wie man mit so einer großen Schüssel eben kann. Außerdem werden die Stellflächen auch von Wohnmobilen genutzt, heißt es seitens der Stadtwerke. Wer nun zu den widerrechtlich abgestellten Fahrzeugen gehören könnte, die abgeschleppt werden, kann ich nicht sagen. Ein Golf? Ein Kombi? Rechtlich scheint mir das fraglich. Aber es ist ohnehin eine leere Drohung. In Osnabrück wird nicht abgeschleppt. Insofern ist es auch egal… Foto: dd

Links der Woche #203

So, 09/29/2019 - 07:00
Die Neuigkeit der Woche waren die tatsächlich geplanten Bußgeldhöhen für Falschparker. Ich war mir ja von Anfang an sicher, dass „bis zu 100 Euro“ nicht viel zu bedeuten hat. Naja, ich hatte recht. Und das größere Problem ist, dass viele Städte nicht hingucken oder sogar weggucken sollen. Die CSU-Maut ist um eine weitere Episode reicher, ein Untersuchungsausschuss im Bundestag wird noch wahrscheinlicher. Mit der Erhöhung der Pendlerpauschale fördert die Bundesregierung das Autofahren noch mehr. Und ich teile ja ungern einen WELT-Link, aber wenn man es sogar dort nicht schafft, die Erhöhung als Klimaschutz zu verkaufen, dann kann man das schon mal machen. Viel Spaß und wem das hier etwas wert ist, kann gerne was in die digitale Kaffeekasse werfen. :-) Roller mit Regeln (taz) So bewegen wir uns wirklich (ZEIT Online) Lastenrad – Alternative zum Auto? (ZDF wiso) Der autofreie Kilometer (kontext:wochenzeitung) „Wer reich ist, bewegt sich mehr“ (ZEIT Online) Haftung auch bei „berührungslosem Unfall“ (ntv) Städteplanung: Die männliche Stadt (ZEIT Online) Wer zahlt was bei E-Scooter Unfällen? (Süddeutsche Zeitung) Berlin als Radfahrer-Paradies: From New York with Love (taz) Fahrradpolizei: „Auf den Straßen herrscht Krieg“ (ZEIT Online) Vergabe der Pkw-Maut: Der Rechentrick beim Porto (Tagesschau) ADFC: „Brauchen gute, getrennte Radwege“ […]

Falschparker auf Radwegen: Diese Strafen sind geplant

Mi, 09/25/2019 - 19:24
Der FUSS e.V. (Fachverband Fußverkehr Deutschland) hat den Verordnungsentwurf zur Änderung straßenverkehrsrechtlicher Vorschriften geleakt. Darin enthalten sind auch die Pläne für die Erhöhung von Bußgeldern für Falschparker auf Radwegen. Bisher hieß es immer nur, dass die Bußgelder auf „bis zu 100 Euro“ steigen sollen. Durch den Verordnungsentwurf wird klarer, dass die 100 Euro wohl höchst selten erreicht werden. Denn: Das Bußgeld soll für das Halten auf Schutzstreifen und in zweiter Reihe sowie für das Parken auf Geh- und Radwegen auf 55 Euro steigen. Werden Radfahrende dabei behindert, soll das Bußgeld auf 70 Euro steigen. Erst wenn es darüber hinaus noch zu einer Gefährdung oder Sachbeschädigung kommt, werden die oft zitierten 100 Euro fällig. Ebenfalls neu: Für „das unzulässige Parken auf Geh- und Radwegen werden zudem jeweils ein Punkt im Fahreignungsregister (FAER) verankert“. Das greift allerdings (zufällig?) erst bei Bußgeldern ab 60 Euro. Dem Falschparker muss also mindestens eine Behinderung nachgewiesen werden. Die dürfte meiner Meinung nach allerdings bereits dann vorliegen, wenn ein Radfahrer auf die Fahrbahn ausweichen muss. An dem „dürfte“ erkennt man aber schon das Problem: vieles bleibt und wird Auslegungssache. Im Einzelnen: Unzulässig auf Schutzstreifen oder in zweiter Reihe gehalten: 55 Euro Unzulässig auf Geh- und Radwegen oder […]

Sichere Kreuzung: ADFC vs ADAC

Mi, 09/25/2019 - 10:49
Ich weiß nicht, ob es was mit der morgen stattfindenden ADFC-Fachtagung „Sichere Kreuzungen für den Radverkehr“ zu tun hat, aber heute meldet sich auch der ADAC zu eben dem Thema. In einem Praxistest hat der Autoclub Kreuzungen und Grundstücksausfahrten in den Blick genommen, weil es dort am häufigsten zu Zusammenstößen von Fahrradfahrern und anderen Fahrzeugen kommt. Das Ergebnis sei zwar relativ positiv, aber insgesamt 13 Prozent der Testrouten fielen mit „mangelhaft“ und „sehr mangelhaft“ durch, 28 Prozent waren nur ausreichend. Um die Sichtbeziehungen an Kreuzungen zu verbessern, empfiehlt der ADAC Kommunen neben Pollern, die das Parken im Kreuzungsbereich verhindern sollen, und vorgezogenen Haltelinien vor allem, Radwege im Kreuzungsbereich nahe am Autoverkehr zu führen. Beim ADFC sieht man das allerdings anders. Immer häufiger kommen Forderungen nach geschützten Kreuzungen, die es in den Niederlanden bereits gibt und in anderen Ländern wie den USA und Kanada adaptiert werden. Hier wird der Radweg aber bewusst von der Fahrbahn entfernt, sodass Radfahrer nicht schräg hinter Autos im Toten Winkel fahren, sondern vom Autofahrer beim Abbiegen fast im rechten Winkel durchs Beifahrerfenster gesehen werden können. Beide haben vermutlich recht. Die Fahrradclub-Variante scheint ideal, aber an kleineren Kreuzungen nicht immer möglich. Dem Autoclub wird der ADFC sicher […]

Critical Mass – Teilnehmerzahlen September 2019

Mo, 09/23/2019 - 19:52
An dieser Stelle gibt es wie immer schon mal die Teilnehmerliste für die Critical Mass. In Osnabrück feiern wir sechsten Geburtstag, wie Facebook zu entnehmen ist. Mal schauen, wie das Wetter wird. Meldet am Freitagabend dann gerne, wie viele Radfahrerinnen und Radfahrer in eurer Stadt dabei waren. Und wer nicht genau weiß, ob bei ihm oder ihr überhaupt gefahren wird, kann hier in der Liste nachschauen. Essen – 85 Marburg – 75 Wiesbaden – 102 = Und die Liste aller deutschen Critical Mass Fahrten mit Ort und Zeit!

Links der Woche #202

So, 09/22/2019 - 07:00
Das Klimakabinett hat diese Woche sein Klimapaket vorgelegt. Und was ist das Ergebnis? Autofahren wird günstiger und damit attraktiver gemacht. Deutschland halt. Es ist wirklich schwer begreiflich. Gleichzeitg gibt das Verkehrsministerium stolz bekannt, dass die Bahn noch mehr gefördert wird. Aber was soll das Förderwesen bringen? Alle Verkehrsarten werden gefördert, sodass letztlich kein Anreiz für den Umstieg besteht. Es ist deprimierend. Aber lest selbst. Ganz unten gibt es dann noch die erste Folge der neue WDR-Satire „Soweit dazu“, die sich mit dem Thema Verkehrswende befasst. Viel Spaß und wem das hier etwas wert ist, kann gerne was in die digitale Kaffeekasse werfen. :-) Autofrei (taz) Hassobjekt Auto (taz) Ohne Auto geht es nicht (taz) Obskure Liebe zum VW-Bus (taz) Klönen auf Parkplätzen (Riff Reporter) Deutschland im Autorausch (Spiegel Online) Tempo 30 in der Aachener Innenstadt (WDR) Scheuer testet autonomes Fahren in Hamburg (NDR) Keine Zukunft mit mehr Autos (kontext:wochenzeitung) Klimaschutz: Feigheit vor dem Volk (Süddeutsche Zeitung) How I Learned to Cycle Like a Dutchman (The New Yorker) Neumarkt Osnabrück: Streit ums Zentrum (NDR Kultur Journal) Scheuers Klimapläne: Scharfe Kritik von allen Seiten (Tagesschau) Geheimgespräche belasten Verkehrsminister Scheuer (Spiegel Online) Wie Andreas Scheuer versucht, sich politisch zu retten (Berliner Zeitung) Straßenverkehrsordnung: […]

Fahrradwirtschaft fordert Mehrwertsteuersenkung

Do, 09/19/2019 - 14:00
Am Freitag will die Bundesregierung ihre Linie für ein nationales Klimaschutzpaket beschließen. In einer gemeinsamen Erklärung mahnen die Wirtschaftsverbände Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) und Verbund Service und Fahrrad (VSF), die enormen Potenziale des Radverkehrs für den Klimaschutz stärker in den Blick zu nehmen, als es in den bisher vorgelegten Plänen der CDU sowie des BMVI der Fall ist. Die Verbände fordern eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Produkte rund ums Fahrrad und Pedelec. Zwar gebe es in den Konzepten der Bundesregierung durchaus positive Einzelpunkte. So werde die Mehrwertsteuerabsenkung für Bahntickets begrüßt, damit umweltfreundlicher Verkehr steuerlich entlastet wird. Der vergünstigte Steuersatz von sieben Prozent „sollte aber auch für das Null-Emission-Fahrzeug Fahrrad und Pedelec gelten“, sagt Albert Herresthal, Geschäftsführer des VSF. Siegfried Neuberger, Geschäftsführer des ZIV, ergänzt: „Das Fahrrad ist ein entscheidender Teil des Nahverkehrs. 50 Prozent aller mit dem PKW zurückgelegten Strecken sind kürzer als 5 Kilometer und damit eine ideale Distanz für Fahrrad oder E-Bike.“ Wenn im aktuellen CDU-Konzept zum Klimaschutz in einem 35-seitigen Papier das Fahrrad gerade mal in einem Absatz erwähnt wird, dann zeigt dies eine falsche Schwerpunktsetzung. Nach Auffassung von ZIV und VSF ssollte die Bundesregierung das Potenzial des Fahrrads für den Klimaschutz stärker nutzen. „Wenn im aktuellen CDU-Konzept zum […]

Rennwagen für die Straße?

Mi, 09/18/2019 - 13:05
Autowerbung ist ja so eine Sache für sich. Meist werden da Hochglanzkarossen in irgendeiner abgelegenen Landschaft vorgestellt, die die Eigenschaften der Autos noch mal extra betonen sollen. Bequem durch die Wüste, sicher durchs Gebirge, fröhlich am Strand entlang. Im echten Leben sieht das Autodasein natürlich anders aus: 23 Stunden am Tag rumstehen, im Stau stecken, Parkplatzsuche, Frust. Dann gibt es aber noch eine andere Art der Autowerbung. Sie soll Emotionen wecken. Und ich fürchte, dass sie auch noch andere Verhaltensweisen wecken könnte – oder zumindest legitimieren, wenn nicht verstärken. Ich hatte hier schon mal die Frage aufgeworfen, ob Autowerbung gefährlich werden kann und einige Beispiele dazu gesammelt. Audi gibt da an, die „licence to thrill“ zu haben, Porsche bietet „Leistungssport“ und „Extremsport“ mit Serienfahrzeugen und Mercedes-Benz jagt „Abenteuer in der Großstadt“. Fahren auch Sie mit unseren Rennwagen für die Straße vorne weg. Und dann ist da noch Honda. Laut Werbung auf der eigenen Webseite liefert der Civic Type R mit seinen 320 PS „Leistung ohne Ende und sorgt für einen gewaltigen Adrenalinschub“. Man richtet sich an die Kunden: „Fahren auch Sie mit unseren Rennwagen für die Straße vorne weg.“ Was denkt da wohl der Civic-Type-R-Käufer? Wie bekommt er nun den […]

Stadt bedankt sich bei Radfahrenden

Mi, 09/18/2019 - 11:29
Im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche vom 16. bis 22. September hat sich die Stadt Osnabrück heute bei Radfahrerinnen und Radfahrern mit einem Frühstück-to-go dafür bedankt, weil sie ihre Alltagswege mit dem Fahrrad zurücklegen. Stadtbaurat Frank Otte und die Radverkehrsbeauftragte Ulla Bauer haben Brötchentüten verteilt und auf einen kostenlosen Kaffee vom Coffee-Bike eingeladen. Und die Aktion war gut besucht. Viele Radfahrende haben ihre Wege zur Arbeit, zum Kindergarten oder zum Einkaufen kurz unterbrochen, um ins Gespräch zu kommen. Der Ort am Heger-Tor-Wall war gut gewählt. Bietet er doch genug Platz für eine solche Aktion und weist darüber hinaus auch den Weg in die Fahrradzukunft der Stadt. Fotos: dd

Im Straßenverkehr besser ohne Kopfhörer

Di, 09/17/2019 - 08:33
Fast ein Viertel aller Verkehrsteilnehmer hört Musik mit Kopfhörern – als Fußgänger, als Radfahrer, als Fahrer im Auto. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsunternehmens Civey im Auftrag von TÜV Rheinland von August 2019. Doch ratsam sind Kopfhörer im Straßenverkehr nach Meinung der Experten vom TÜV nicht. Man muss sich die Ergebnisse aber im einzelnen anschauen. Denn von den fast 25 Prozent entfallen schon 14,8 auf Fußgänger, was ich jetzt nicht für ein so großes Problem halte. Zumindest rennen mir da selten welche vors Rad. Weitere 8,9 Prozent haben „in anderen Situationen“ angegeben, worunter wohl das Busfahren und erste E-Scooter-Fahrten fallen dürften. Erst dann folgt Radfahren mit 4,1 Prozent und als Fahrer im Auto mit 2,3 Prozent. Auch wenn es bis zu einer unbestimmten Lautstärke erlaubt ist, halte ich die beiden letzten Fälle doch für problematisch. Zu Radfahrern mit Kopfhörenr hatte ich vor drei Jahren schon mal geschrieben. Mein persönlicher Eindruck ist, dass inzwischen mehr als 4,1 Prozent der Radfahrer mit Kopfhörern unterwegs sind. Und immer mehr davon auch mit ohrumschließender Kopfhörer, die im Zweifel sogar eine aktive Unterdrückung von Umgebungsgeräusche bieten. Man ist dann sozusagen in seiner eigenen Welt unterwegs. Das Gefühl habe ich zumindest immer öfter. […]

Links der Woche #201

So, 09/15/2019 - 07:00
Diese Woche wurde viel über SUV diskutiert. Ein Auswahl an Texten habe ich unten mal extra gruppiert. Den besten Beitrag gibt es bei Spiegel Online. Dass überhaupt ein SUV-Verbot ins Spiel gebracht wurde, liegt für mich daran, dass immer mehr Menschen den enormen Platzverbrauch des Autos ablehnen. Und da der SUV in seinen Dimensionen diesen Platzverbrauch nun mal besonders verkörpert, fokussiert sich die Debatte eben folgerichtig auf diese „Großstadtpanzer“. Befreien müssen wir unsere Städte aber insgesamt von Autos. Dazu haben denn auch die Riffreporter und die taz gute Texte. Jetzt aber viel Spaß. Und wem das hier etwas wert ist, kann gerne was in die digitale Kaffeekasse werfen. :-) „Autos raus!“ (Panorama) Mobil in die Zukunft (3sat) Autofrei mobil in der Stadt (3sat) Die Stadt als Ort des Experiments (taz) Höchstens dreißig für alle (ZEIT Online) Die Waffe Auto muss aus der Stadt (taz) Radschnellweg von Stade nach Hamburg (hamburg.de) Ein Stadtflitzer-Fahrrad aufbauen (Deutschlandfunk Nova) Teure Parkplätze – wenn Autos unerwünscht sind (Riffreporter) Deutschlands oberster Autolobbyist legt sein Amt nieder (Spiegel Online) Mordprozess nach tödlichem Verkehrsunfall in Stuttgart hat begonnen (SWR) Der E-Scooter (als Symbol für den Umgang mit dem Neuen) (dirkvongehlen.de) Verkehrsministerium verweigert Prüfung seiner Klimaschutzpläne (Spiegel Online) Radwege […]

„Fahrradminister“ geht nicht ohne Geld!

Do, 09/12/2019 - 09:58
Entgegen anders lautender Ankündigungen plant Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer keine Erhöhung des Etats für Radinfrastruktur, sondern sogar eine Verknappung der Mittel auf 130 Millionen Euro. Der Fahrradclub ADFC ist empört.

FixMyBerlin: Wo fehlen Fahrradbügel?

Mi, 09/11/2019 - 14:00
Das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg und FixMyBerlin starten eine clevere Onlinebeteiligung zum Thema Fahrradparken. Auf fixmyberlin.de/radbuegel können Radfahrerinnen und Radfahrer Orte auf einer Karte punktgenau markieren. Der Bezirk wird alle Meldungen prüfen und, wenn möglich, umsetzen.

Frühstück für Radfahrer

Mo, 09/09/2019 - 08:11
Vom 16. bis zum 20. September findet wieder die Europäische Mobilitätswoche statt, an der diese Mail auch die Mobile Zukunft OS teilnimmt. Dabei soll den Bürgerinnen und Bürgern die komplette Bandbreite nachhaltiger Mobilität vor Ort näher gebracht werden. Nachdem das Motto im letzten Jahr „Osnabrück hat autofrei“ war, steht dieses Mal das zu-Fuß-Gehen im Mittelpunkt: „Zu Fuß gehen, schlendern, rennen, bummeln, flanieren, stolpern, hüpfen, tänzeln… das ist nur eine kleine Auswahl an Möglichkeiten, sich mit den eigenen Füßen fortzubewegen. Das Gehen erlebt gerade eine regelrechte Renaissance. Es kann mehr sein als nur eine Art der Fortbewegung.“ Es gibt aber auch zwei kleine Veranstaltungen zum Thema Radverkehr, auf die ich hier gesondert hinweisen möchte. Am 18. September bekommen für Radfahrerinnen und Radfahrer ein Frühstück am Heger-Tor-Wall und am 20. September ist Manfred mit seiner mobilen Druckstation in der Dielinger Straße und druckt eines seiner begehrten Plakate. Ich bin selbst schon gespannt auf das Motiv. Das ganze Programm der Europäischen Mobilitätswoche in Osnabrück gibt es hier.

Links der Woche #200

So, 09/08/2019 - 07:00
Jubiläum! Zum 200. Mal gibt es heute die Links der Woche. Wie die Zeit vergeht. Aber wir wollen jetzt nicht sentimental werden sondern gleich ran an eure Frühstückslektüre. Automanager fühlen sich von ihrem Chef – nein, nicht Andreas Scheuer – schlecht vertreten. Den ersten Absatz bei (Spiegel Online) muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Für Scheuer wird es derweil langsam eng. Die CSU-Maut könnte ihn bald zu Fall bringen. An einem Untersuchungsausschuss kommt er wohl nicht mehr vorbei. Bis die ganze Sache dann irgendwann mal ausgestanden und hunderte Millionen Euro an Entschädigungen gezahlt werden müssen, wird über Scheuer wohl keiner mehr reden. E-Tretroller bleiben weiter ein Thema. Manch einer munkelt schon, dass sich die Dinger Ende des Jahres bereits erledigt haben werden. Für die Bahn sieht es auch nicht gut aus, wie man bei Deutschlandfunk Kultur erfährt. Und mittlerweile kritisiert auch das Handelsblatt den SUV-Boom in einem ausführlichen Stück. Jetzt aber viel Spaß. Und wem das hier etwas wert ist, kann gerne was in die digitale Kaffeekasse werfen. :-) Rote Welle für Fußgänger (taz) Extra-Urlaubstag für Radler! (taz) Hamburgs mühsamer Weg zur Fahrradstadt (NDR) „Eine Stadt nicht von jetzt auf gleich umbauen“ (taz) E-Bikes und Lastenräder weiter […]

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